Der 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara. In allen Bergwerken, Stollen und Tunneln des Abendlandes wird dieser Tag als Feiertag begangen, an dem die Arbeit ruht und der Schutzpatronin gedacht wird. Auch noch in der heutigen Zeit.
Die Heilige Barbara soll im 3. Jahrhundert gelebt haben. Allerdings ist ihre Existenz historisch nicht gesichert ist. Der Überlieferung zufolge wurde sie von ihrem Vater enthauptet.
Sie zählt zu den Vierzehn Nothelfern und wird gegen Gewitter, Feuergefahr, Fieber, Pest und plötzlichen Tod angerufen. Schutzpatronin ist sie nicht nur von den Bergleuten.
Auch Geologen, Glöckner, Glockengießer, Schmiede, Maurer, Steinmetze, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker, Architekten, Artilleristen, Pyrotechniker, Feuerwehrleute, Totengräber, Hutmacher, Mädchen und Gefangene stehen unter ihrem Schutz.
Nach einer alten Tradition schneidet man am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie und stellt ihn in Wasser. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen.